Vita
Über Stobrod
Meine erste Begegnung mit ihm fand vor ca. 2-3 Jahren statt. Unangekündigt polterte er in mein Atelier (wo ich gerade an meinem Spätwerk „Zwillinge in Zeiten des Umbruchs“ arbeitete), sah sich umund setzte ein penetrantes Grinsen auf. Es kam zu einer unschönen Szene, in deren Verlauf ich mir eine blutige Nase einfing und anschließend meinen Platz räumen musste. So fing alles an. Und um ehrlich zu sein: im Nachhinein bin ich recht froh um diese Fügung, denn die Kunst und alles was mit ihr zu tun hat, wurde mir doch recht schwer in letzter Zeit. Über Stobrod selbst lässt sich erstaunlich wenig sagen. Ich habe ihn einmal als „amerikanischen Bürgerkriegsflötisten“ beschimpft, was so nicht stimmte. Nach meinen letzten Informationen ist er Angehöriger eines kleinen, fast ausgestorbenen Volkes im dunklen Norden. Nomadisierende Rentierzüchter, Beerensammler und Tunichtgute allesamt! Ausbildungen (auch künstlerische) hat er scheinbar keine genossen (von Erziehung, Anstand und Benehmen ganz zu schweigen). Preise und Auszeichnungen mussten auch ohne ihn klarkommen. Über sich selbst schweigt er sich aus. Geburt, Herkunft, Lebensstationen, etc.: Alles egal. In einem seiner freundlicheren Momente sagte er in seinem unnachahmlichen Dialekt: „Was mir nix interessiert, andere auch nix interessiert!“ Basta! Er kommt zwei-dreimal im Jahr bei mir vorbei, besetzt mein leerstehendes Atelier, wuselt hier ein bisschen rum, kokett dort ein wenig rum und verschwindet wieder. Ich finde dann manchmal sinnlose Gegenstände und kleine Bildchen. Obskures Zeug´s, zu nichts zu gebrauchen. Ich will aufrichtig sein: Ich mag Ihn nicht besonders. Er stinkt, sagt nichts und ist unfreundlich zu meinen Kindern. Ein ungepflegter Kerl, der mich unter Androhung körperlicher Gewalt zu diesem Text gezwungen hat! (Ich glaube er ißt nur rohen Fisch...Bah) Vergessen Sie ihn einfach. Ich schreib jetzt auch nichts mehr.
Ronald Pälmke
Ausstellungen und Projekte
Mitgied im Kreiskunstverein Beckum-Warendorf seit 1981
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